Sozialwissenschaften

Verstehen, was in der Gesellschaft abläuft – urteilen – einmischen. Politisch. Sozial. Wirtschaftlich. Lokal und global.
Das sind grob gesagt die Ziele des sozialwissenschaftlichen Unterrichts der Sek II.

Natürlich benötigt man dazu handfeste Sachkenntnisse, aber auch Wissen über Vorgehensweisen: Methoden von der Forschung bis zur praktischen Durchsetzung von Veränderungen. Die INHALTE des Unterrichts gliedern sich deshalb nach zwei Hauptaspekten.

1. Sachthemen:

z.B.:

  • Prozesse in Gruppen – Wer bestimmt eigentlich, wo es langgeht? 
  • Immer mehr Reiche – Immer mehr Arme? Wie viel Ungleichheit braucht/ verträgt unsere Gesellschaft? 
  • Politikverdrossenheit – Warum haben immer mehr Menschen kein Interesse an Politik? 
  • Nach uns die Sintflut? – Weltweite Klimaveränderungen, Umweltverschmutzung, Bevölkerungsexplosion usw. 
  • Wirtschaftsstandort Deutschland – Nehmen uns andere Länder die Jobs weg? 

 

Konkret bedeutet dies für die Unterrichtsgegenstände, bzw. Inhaltsfelder in der Sek II:

Jahrgang

11.1: Individuum, Gruppen und Institutionen
11.1/2: Politische Strukturen und Prozesse in Deutschland11.2 Marktwirtschaft: Produktion, Konsum, Verteilung

Jahrgang

12.1: Wirtschaftspolitik
12.2: Gesellschaftsstrukturen und sozialer Wandel

Jahrgang

13.1: Globale politische Strukturen und Prozesse
13.2: Vertiefung

2. Methoden:

Im sozialwissenschaftlichen Unterricht werden zahlreiche Methoden gelernt und angewendet.
z.B.:

  • Beschaffung, Verarbeitung und Darstellung von Informationen: Es werden Statistiken; Grafiken, Texte u.v.a. analysiert, aber auch selber gestaltet. 
  • Umgang mit Fachbegriffen 
  • Empirische Forschung: Es werden soziale Experimente, Interviews und andere Datenerhebungen geplant, durchgeführt und ausgewertet. 
  • Sozialwissenschaftliche Theorien: Es werden Theorien über gesellschaftliche Zusammenhänge analysiert, geprüft, beurteilt oder auch selber aufgestellt. 
  • Bei alldem wird im Unterricht gelesen, werden Karikaturen gedeutet, Argumente gesucht und gefunden, diskutiert, Planspiele durchgeführt, Zukunftsversionen entwickelt u. v. a.. 

Außerschulische Lernorte:

Unsere Schule öffnet sich gegenüber dem schulischen Umfeld, um Ergebnisse der Unterrichtsarbeit einer demokratischen Kontrolle und Kritik auszusetzen, aber auch, um sich in konkrete überschaubare und begrenzte gesellschaftliche Auseinandersetzungen einzumischen. Aus diesem Grund werden im sozialwissenschaftlichen Unterricht als außerschulische Lernorte vorgeschlagen: 

  • Landtag Düsseldorf 
  • Stadtrat Duisburg 
  • Börse Düsseldorf 
  • Gepa Wuppertal 
  • Terre des hommes Duisburg 
  • Weltläden

Anforderungen:

Wer sich für Sozialwissenschaften entscheidet, sollte Interesse an Politik, Gesellschaft und Wirtschaft mitbringen. Sie/ er sollte Nachrichten anschauen, Zeitung lesen und die aktuell diskutierten Themen verfolgen. Man sollte eine eigene Meinung haben, aber auch offen für neue Argumente und neue Aspekte sein. Deshalb sollte man vor allem auch bereit sein, sich intensiv mit Sachwissen auseinanderzusetzen. Dann kann es sehr spannend werden. 

Europaparlamentarier zu Gast bei der HHG

Am Freitag, 18. Juni 2021, besuchte uns, den Sowi-Grundkurs Q1, Herr Jens Geier, Mitglied des Europäischen Parlaments. Wir trafen in ihm auf einen Politiker, der nicht nur in der Europapolitik zu Hause ist, sondern sich auch als ein sehr guter Kenner des Ruhrgebiets erwies. Herr Geier begenete uns mit seiner offenen Art, so dass wir schnell Kontakt zu ihm fanden. Nach einer kurzen Aufwärmfragerunde, in der Herr Geier Fragen zu seiner Person (Pizza statt Burger) und seinem Beruf beantwortete, zeigte sich im anschließenden Gespräch über die politische Lage Deutschlands und Europa seine parlamentarische Kompetenz. Besonders interessant waren seine Einschätzungen zur europäischen Fragen und internationalen Fragen, zum Beispiel seine Einschätzung über die Zukunft der EU oder den Nahostkonflikt. Er bestärkte uns, politisch gestalterisch tätig zu werden. Jeder einzelne ist gefragt, denn Politik betrifft jeden.

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