Das Fach Gesellschaftslehre (GL)

Wo leben wir? Wie leben wir? Warum leben wir eigentlich so? Wie wollen wir in Zukunft leben? Gab es vielleicht gute oder schlechte Vorbilder in der Vergangenheit, die unser Leben heute oder morgen beeinflussen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Fach „Gesellschaftslehre“ oder einfach kurz GL, das sich aus den Fächern Politik, Geschichte und Erdkunde zusammensetzt, die an der HHG integriert im Fach GL unterrichtet werden.

Von alten Kulturen über Naturkatastrophen zum Aufbau der Bundesrepublik Deutschland vermittelt das Fach unterschiedliche Aspekte unserer Gesellschaft, mit denen die Schüler*innen früher oder später in Kontakt kommen, wovon sie betroffen werden oder die sie selbst durch ihr Handeln beeinflussen.

GL vermittelt nicht nur ein Verständnis von der Entwicklung der Welt, in der die Schüler*innen leben sondern leistet auch seinen Beitrag zur Werteerziehung, dem Aufbau sozialer Verwantwortung, der Teilhabe an einer demokratischen Gesellschaft und den Möglichkeiten die Lebensgrundlagen zu schützen und verantwortungsvoll und nachhaltig mit unserer Welt umzugehen.

Drei Stunden in der Woche erhalten die Schüler*innen vom Jahrgang 5 bis zum Ende des Jahrgang 10 im Klassenverband Unterricht in Gesellschaftslehre. Dabei verwenden wir das Schulbuch „Trio“.

Zu den außerunterrichtlichen Lernorten, die wir mit den Klassen besuchen, zählen z. B. klassisch die Museen in der Umgebung, aktuelle Ausstellungen zu Themen des Faches, der Archäologische Park in Xanten, die Burg Linn in Krefeld, Gedenkstätten, Freilichtmuseen, Industriedenkmäler, der Landtag und viele mehr.

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Das Gute wird gewinnen

Am 5. März hat Herr Rubinstein aus der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf die Schule besucht und uns, der Klasse 5d, über seine Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg berichtet. Als Zehnjähriger ist er der Deportation ins Konzentrationslager knapp entkommen. Er flüchtete, über einen Zeitraum von vier Jahren, von Czernowitz (heute Ukraine) nach Holland. Als Herr Rubinstein den Klassenraum betrat, hätte man gar nicht gedacht, dass er diese Zeiten überlebt hat. Eine Zeit, die geprägt war, von Hass gegenüber Menschen und deren Ausgrenzung, in deren Folge auch sehr viele Menschen getötet wurden. „Hass ist zerstörerisch – das Gute wird gewinnen“ ist die Botschaft, die von diesem Besuch bleiben wird.