Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz/Krakau – Blog

Um exakt 20 Uhr begann für 18 Schüler/innen der Sekundarstufe II sowie die begleitenden Lehrkräfte Frau Dawid und Herr Timmerman die Fahrt nach Polen. Gegen 10 Uhr morgens wird die Gruppe Krakau erreichen und euch dann über ihre Erlebnisse auf dem Laufenden halten.

Tag 1:

Am Nachmittag haben wir dann einen Workshop besucht, der uns über Auschwitz informiert hat. Dieser Workshop war glücklicherweise auf Deutsch.
In diesem Workshop hat uns die Dozentin erst einmal gefragt, was Auschwitz für uns bedeutet und was für eine Einwirkung Auschwitz auf uns hat.
Falls wir Fragen hatten, wurden diese verständlich beantwortet.
Anschließend hat die Dozentin uns verschiedene Begriffe erläutert, anhand von Texten aber auch Bildern, welche dies anschaulicher machten.
Am Ende des Workshops fragte die Dozentin uns, was denn unser Ziel ist, mit dem Besuch von Auschwitz am nächsten Tag. Alle waren sich ziemlich einig, dass wir die Geschichte einmal vor Augen haben möchten, und dass diese Geschichte auch nicht vergessen oder anders erzählt werden darf.
Auschwitz ist ein echtes Geschehnis. Man sollte sich nicht über diese lustig machen oder ,,schöner“ reden, da Millionen von Menschen deren Leben in diesem Ort verloren haben.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der erste Tag sehr lehrreich war und dass man abends trotz all dem neugewonnenen Wissen dennoch mit Freunden den Tag abends ausklingen lassen konnte.

Tag 2:

Tag #2: Besichtigung des Konzentrationslagers Auschwitz

Heute haben wir die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besucht. Der Besuch hat uns gezeigt, wohin Hass und Ausgrenzung führen können. Es war ein emotionaler Tag, der uns zum Nachdenken gebracht hat. Er erinnert uns daran, wie wichtig Respekt, Menschlichkeit und das Erinnern sind. Es zeigt uns, dass sich so etwas niemals wiederholen darf.
„Es gibt kein christliches, muslimisches oder jüdisches Blut. Es gibt nur menschliches Blut.“ ~ Margot Friedländer

Bericht von: Aceyla, Neslihan, Pia und Laura

Tag #2:

Heute, am 23. Juni 2026, hatten wir als EF und Q1 die Möglichkeit, die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau zu besuchen. Während unseres Aufenthalts erhielten wir eine ausführliche Führung durch einen Guide, der uns während der gesamten Exkursion begleitete und uns die Geschichte des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers näherbrachte.

Zu Beginn erhielt jeder von uns Kopfhörer, über die wir die Erklärungen des Guides auch in größeren Gruppen gut verstehen konnten. Unser Rundgang begann in einem Tunnel, in dem die Namen von Opfern verlesen wurden. Anschließend erfuhren wir mehr über die Lebensbedingungen der Menschen, die dort inhaftiert waren. Während der Führung besichtigten wir verschiedene Gebäude und Ausstellungen sowie zahlreiche persönliche Gegenstände der Opfer. Besonders bewegend waren die vielen zurückgelassenen Besitztümer, die die Schicksale der Menschen greifbarer machten. Erschütternd war zudem die Tatsache, dass den Opfern die Haare abgeschnitten wurden und diese später unter anderem zur Herstellung von Textilien verwendet wurden.

Der Besuch war für viele von uns sehr bewegend und nachdenklich stimmend. Die Eindrücke vor Ort haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten und aus der Geschichte zu lernen. Wir sind der Meinung, dass jeder Mensch einen solchen Ort einmal besuchen sollte, um die Folgen von Hass, Ausgrenzung und Menschenverachtung besser verstehen zu können. Ein bekanntes Zitat bringt diese Verantwortung treffend zum Ausdruck: „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“

Der Besuch der Gedenkstätte wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Er hat uns die Bedeutung von Toleranz, Menschlichkeit, Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung vor Augen geführt. Gerade deshalb ist es wichtig, sich aktiv für demokratische Werte einzusetzen und von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Demokratie lebt davon, dass Menschen ihre Stimme nutzen und Verantwortung für die Zukunft übernehmen.


Bericht von: Max, Vindar, Torben

Tag 3 (Mittwoch): Unterwegs in Krakau

Wir starteten dem 7.30 Uhr entspannt in den Tag. Nach dem Frühstück begann um 8.30 Uhr unser Programm mit einer ausführlichen Führung durch das jüdische Viertel Kazimierz sowie einer kleinen Sadtführung durch weitere Gebiete Krakaus.

Während der Führung erhielten wir Einblicke in die Geschichte der Stadt und insbesondere in das Zusammenleben zwischen Christen und Juden. Christen und Juden lebten bereits im Mittelalter räumlich voneinander getrennt.
In der Zeit der deutschen Besatzung wurden nahezu alle in Krakau lebenden Juden gezwungen, im Ghetto zu leben und mit den dort schlechten Lebensbedingungen klarzukommen.

Der nächste Höhepunkt war der anschließende Besuch der Remuh-Synagoge.
Dort erhielten wir authentische Einblicke in das vielschichtige Judentum, in die Traditionen und religiösen Bräuche.
Besonders eindrucksvoll waren die historischen Eindrücke des angrenzenden Friedhofs, mit zahlreichen persönlichen Geschichten.

An dieser Stelle möchten wir unserer Reiseführerin ein großes Lob aussprechen. Sie hat uns an zwei Tagen durch Auschwitz und Krakau begleitet und dabei mit ihrer freundlichen Art, ihrem großen Wissen und ihren spannenden Erklärungen überzeugt. Durch ihre engagierte Führung konnten wir viele neue Eindrücke sammeln und die Geschichte Krakaus besser verstehen.

Nach einer kurzen Pause, in der wir uns etwas erholen konnten, machten wir uns um 15:30 Uhr auf den Weg zur Schindler-Fabrik. Dort nahmen wir an einer Führung durch die Ausstellung teil. Dadurch, dass wir den Film ,,Schindlers Liste“ gemeinsam mit unserer Studiengruppe in einem Vorbereitungstreffem geguckt haben, konnten wir schon in der vorherigen Stadtführung einige Filmorte und Szenen wiedererkennen, was die Ausstellung nochmals greifbarer machte. Wir erfuhren viel über das Leben von Oskar Schindler und seine Rolle während des Zweiten Weltkriegs. Darüber hinaus vermittelte die Ausstellung einen eindrucksvollen Überblick über das Leben in Krakau während der deutschen Besatzungszeit.

Am Abend besuchten wir das Klezmer Hois, ein traditionelles jüdisches Restaurant. Dort konnten wir verschiedene Speisen genießen und wurden gleichzeitig von drei großartigen Musikern mit traditioneller jüdischer Musik unterhalten. Die besondere Atmosphäre machte den Restaurantbesuch zu einem gelungenen Abschluss des offiziellen Programms.

Nach einem zu Fuß bewältigten anstrengenden, aber abwechslungsreichen Tag, nutzten einige von uns den Abend noch zum ausklingen in der Stadt. In gemütlicher Runde spielten wir Karten, unterhielten uns und ließen Revue passieren.
Im Hotel angekommen fielen wir alle müde ins Bett und freuten uns bereits auf unseren letzten vollständigen und freien Tag am Donnerstag.

Bericht von: Hannah B./M./C., Zoe, Leana Yannik, Mucahit

Tag 4: Freier Tag in Krakau

Am vierten und letzten Tag in Krakau konnten Teilnehmer/innen eigenständig Krakau besichtigen. Zwei Schülerinnen der Ef besuchten ein Kunstmuseum und sahen das Werk „Die Dame mit dem Hermelin“ von Leonardo da Vinci. Andere Schüler/innen besichtigten viele Kirchen und stöberten in Souvenirsläden. Am Abend sah die Gruppe gemeinsam das Deutschlandspiel, zweifelsohne angesichts des Ergebnisses das kleinste Highlight des Tages.

Am Freitag verließ die Gruppe – mit vielen Eindrücken – Krakau.